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Früh

July 22nd, 2011

Früh am morgen früh am Tag , noch das zähe der Nacht in den Gliedern
Noch der Unwille nach Hektik nach weiter.
Eben noch in fernen Gebilden in Welten die ganz anders, sich abrupt entfernten
Noch so fern die Müh des Alltages noch nicht der Duft vom schwarzen Gift,
vom Kaffee der morgendlichen Droge noch weit entfernt
Langsam ganz zaghaft kommen Worte kommen Gebärden, der Gang zum Bad
Er lädt ein, er macht frei er macht klar und reinigt was unterm Strich dem Körper entronnen
Früh ist es wirklich früh, schau auf die andere Seite unserer Kugel, dort ist spät
Sehr spät, was ist früh was ist spät
Die einen bekommen ein Kind die anderen ein Grab mit Sarg.
Was ist, ist immer relativ, ist immer von uns zu uns für uns
Wir die wir geboren in einer Zeit sind hier auf diesem Fleck der Erde, nur Gast, nur zur Verweil
Nicht früh nicht spät nicht neu geboren
Unser Mantel sprich Körper nur Begleiter nur Schützer für eine deine meine Zeit
Früh am Morgen früh am Tag
Alles zu seiner deiner Zeit
Den Früh ist spät ist immer noch
Zu früh

m.chr.

Wirr am morgen

July 22nd, 2011

Wirr im hier im Aufbruch des Morgen
Räder rollen Hände schwirren Blitze-Gedankenblitze erhellen verdunkel
Stimmung und Gemüt
Wirr am Morgen am Tag und mit dem Versinken in Routine in die Mühle des Tretens
Steigt auf die Ruhe das Wissen um Schutz um Verständnis um Sinn und Unsinn
Horch tief, schau zu und versuch zu begreifen , was Menschen sehen, wollen und Verbergen
Nicht schnell nicht Hast beim Rast, spür tief und sei gewiss
Sinn hat Sinn für einen deinen Sinn
Heute morgen im rau des Tages wenn Besen kehren aus was vergessen vom Tag davor
Du ein Korn im Kornfeld ,
ein Teil , doch wichtig , wie Glieder einer Kette
Du ein Teil ich ein Teil verknüpft und doch so weit
Wirr am Morgen wirr danach , sei du nicht mehr nicht vor
Denn aus dem Chaos entsteht das Werk
Die neue Ordnung die wir erst schaffen durch unser Entfernen
Wirr ist wirr und hat doch Sinn
Drum bleib
Wirr im Gewirr

m.chr.

Gräber

July 22nd, 2011

Ich grab und grab und grab, wozu ich grab, weißt du es
Worum, wozu du stehst auf, erfüllst Pflichten deine meine andere, weißt du es
Ich grab und grab, nicht um, nicht an ,nicht zum
Gräber können sein alt neu und fern
Menschen stehen am Grab, weinen am Grab, graben hört nimmer auf
Ich du oder es wir graben, von früh bis spät, von Sonnenaufgang bis Untergang
Wir gehen auf und unter, wir lieben und hassen, wir erzeugen und vernichten
Beim graben um uns in uns, weißt du warum
Menschen groß klein rund und bunt kommen und gehen
Manche wichtig, vermeintlich wichtig, manche nichtig,
weißt du warum
Kennst du die BagaVita, die Bibel, den Koran, ist es wichtig oder nichtig
Menschen schufen Spuren hinterließen Spuren auf denen wir wandeln so manches mal
Was ist was kommt nach unserer Zeit wenn nur noch Knochen zeugen von gelebter Zeit
Gräber von uns von anderen zu anderer Zeit
Weißt du oder willst es wissen was geschah, geschehen wird
Götter haben es geschaffen für einen Sinn
Drum grab um des grabenswillen
Grab beim Grab

m.chr.

Ermattet nach der Ermattung

July 22nd, 2011

Nicht hören nicht fühlen nicht sehen, das Symbol der drei Affen
Wie und wie weit gilt dies nicht auch für uns, uns der wir so belesen bewandert
Und vermeinen zu wissen
Woher im Chaos im Umbruch, in Zeiten der Veränderung, Wissen um was
Du ein Wesen fern von mir, stehst auf beginnst den Tag den vermeintlich sicheren
Der von Göttern erkoren von höherem gewollt
Und du, du meist zu wissen woher dein Glaube dein Denken um viel
Götter nicht greifbar, begreifbar nicht fern noch nah noch fassbar
Was ist, wenn nichts mehr war, wenn nichts mehr greift und etwas das unfassbare
So fern, was kommt was geht an dir an mir vorbei
Und wozu
Wir die wir meinen wissen und wollen, können und verweilen im jetzt
Menschen kommen und gehen , lieben und laben sich und andere
Wozu der Sinn das Ziel, weißt du es, hast du es gespürt beim nächtlichem Feuer
Wo wir saßen und schauten zum nicht fassbaren Sternenzelt und mit dem erlöschen der Glut
Wenn heimwärts der Weg kamen Gedanken kamen Gefühle uns, sie diese Energien
Kamen von wo um zu schließen den Kreis den wir begonnen beim Mahl
Nächtens für eine, deine meine Zeit
Ermattet nach der Ermattung

m.chr.

Machu Picchu

July 20th, 2011

Fern, doch hoch, weit doch sehnbar fühlbar aber fern
Was zieh, was ruht in dem so fernen, dem unnahbar auf dem Berg gelegenem
Mühsam der Schritt, Vielzahl der Stufen, welche führen ins Vermächtnis
Das was geschaffen vor unserer Zeit von Menschenhand für Menschen
Zum Leben zum Nehmen von dort zu dort, jedoch was Menschen schufen
Was für Menschen gedacht von Menschen vergessen
Ward neu entdeckt und neu begangen
Machu Piccu die Stadt fern und hoch, dort lebten ihrer Anzahl viele
Lebten und liebten, erzeugten Leben und vielen dem Lauf ins Grab.
Wer waren sie die schufen die lebten liebten und sangen uns unbekannte Lieder
Weißt du es, warst du der in leere, verlassene Häuser geschaut
Unsere Vorväter kamen von weit schufen ihr Heim erfüllten es mit Leben
Um weiter zu geben mit Sinn dem Sinn den sie gedacht
Weißt was war oder ist am
Machu Pichu
Wir im fest gegürteten Gewand entblößen die was wir fanden auf vermeintlich festem Fundament
Vielleicht können erahnen ,das nach uns andere Geschlechter werden schauen
Und wühlen in Ruinen welche zeugen von gelebten Weisen vergangener Zeit
Weißt du auch Machu Picchu war Heim war wärmende Stätte
Machu Piccu
Der Friedhof einer Zeit
Auch uns wird kommen die Zeit
Drum spür
m.chr.

Zeitraffer

July 20th, 2011

Wenn am Abend die Turmuhr schlägt, Straßen zu öden horizontalen Strichen verengen,
wenn die Lichter ermatten und Fledermäuse ergreifen ihr Revier
wenn ja dann wenn müdes Haupt sich bettet der letzte Bildschirm erlischt
dann sei wach, dann wenn Feen und Elfen am fernen Weiher aufspielen zum Gesang
Wenn du der Schritte müd dein Haupt den Göttern ergibst,
dann sei wach und hör den Schrei
von Turm zu Turm
er kommt von diesseits und geht zum jenseits
hör das Lied sein Lied er kommt nur einmal
ich weiß nicht wann, doch ich weiß irgend wann
drum sei wach und hör den Schrei
Menschen, Menschengeschlechter sie kamen und vergingen
Viele an der Zahl, viele werden folgen
Drum sei auf der Hut und hör den Schrei
Er kommt von tief und holt dich heim
Drum sei auf der Hut

m.chr.

Nass

July 20th, 2011

nass immer nur nass, bis auf die Haut,
aufgeweicht die Kruste des Versteckens, abgeblättert der Schutz der Vergangenheit, Plusquamperfekt.
Und nun, nass bis auf die Haut, doch was hilft es, wenn Hüllen werden zur Last
Streif ab Endblößen endleren entledigen vergiss das was war was dich so bindet im jetzt
Streif ab schwing an die Flügel die dir gegeben und schau zum Firmament.
Wenn Nächtens der Himmel ruht mit Sternen sich bekleidet und darunter nichts
Schau auf steh auf öffne herz und Hirn, verweil bleib einfach du
Im Sternenschein
Und denkt daran, nass nass bis auf die Haut
Das was einstmals Schmuck Schutz und Zierde werf ab werf weg
Und sei
Nass nass bis auf die Haut
m.chr.

Am ende der Straße

July 20th, 2011

Gegangen vieler Wege, doch nun das Ende erreicht ,
Wohin warum wozu , das Ende der Straße
Schön waren sie vielfältig und reichlich an der Zahl die ,die ich gegangen
Ich sah den Schein des Morgenrot sah Nebel überm Tal fern der menschlichen Orte
Hab mich gelabt am kühlen Gewässer und abgestreift der Gewänder einengendes Geschnür
War frei war fern ganz nah dem Himmel den ich vermeint zu erzwingen
Doch nun am Ende der Straße ich sah das Grau das Final des Nehmens und
Das Ende der Straße
Noch lastet der Schutt auf mir noch tangiert mich das Plusquamperfekt,noch
Doch Adler wollen fliegen, stürzen und wieder in die Höh
Ich kam von fern ging nach irgendwo und erreichte nicht dein Herz nicht dein Schmerz
Ich kam ich ging jenseits deiner Wege
Am Ende der Straße schau Adler wollen Fliegen frei sein im Sturz
Und währt er noch so kurz
Adler wollen
Am Ende der Straße
Von hier zu dir zu mir
Drum hab acht am Ende der Straße
Adler wollen fliegen
Zum Ende der Straße

m.chr

Ausgebrannt

July 20th, 2011

Jung der Tag jung die Zeit, jedoch ausgebrannt, ausgeleert.
Weißt du was war ist und wird sein, in dieser unserer Zeit.
Ausgebrannt ist schwimmen aus kalter leerer Glut.
Wo die Horizonte wo die wärmende Glut und Brut die uns Nächtens wenn der Tageslicht
Hauch vergangen verloschen und geblieben Hieroglyphen erloschener Zeit.
Du ich hab geträumt von Wind Sand und fernen Sternen, von Räder die rollen
Von Stadt zu Dorf zu irgendwo im nirgendwo.
Weißt um die Waldesruh um trautes Heim das nun verödet geleert im Dämmerschlaf
Dem Zahn der Zeit zu Sterben hinfällt.
Doch schau im Tiefpunkt die Strahlen der Sonne erhellen erwärmen nicht nur dein weh Gemüt
Lass fallen lass los was gestern von Bestand , erklimm den Fels und spring ins tiefe kühle Nass
Sei du sei ein anderer nicht der von gestern, den der ist entschwunden für diese neue Zeit.
Ausgebrannt um zu erneuern schau
Der Phönix steigt aus der Asche, seiner Asche der Vergänglichkeit
Sei du, nicht
Ausgebrannt

m.chr.

Adler wollen fliegen

July 20th, 2011

Hoch droben im Fern im rauen Fels ein Hort ein Nest sich schmiegt
Hoch droben ich sah es im Fern
zuerst ein Punkt zuerst ein Bild ,
es raunt mir zu es zieht mich hoch , doch weit so hoch ist nimmer ist immer
hoch und fern
Adler wollen fliegen, weit von nah zu fern
Wollen stürzen und erheben sich
Majestätisch ihr Bild ihr Flug ihr Frei
Sehn ihr Bild hören den Schrei und ahnen vielleicht
Einsam der Hort weit der Blick der Horizont
Du oder ich im tiefen Tal mit Blick zum Hort dem fernen dem hohen
Weit der Schwung mächtig das Gefieder und einsam der Ruf
Adler wollen fliegen
Von hoch zu fern
Zu dir zu mir zu uns die wir des Kreisens nicht mächtig aber nicht ohnmächtig

Was weißt du vom Kreisen Reisen ohne Halt und Ziel
Brech auf ergreif die Schuh mach auf der Seele Ruf
Hör zu hör hin , denn
Adler wollen fliegen

m.chr.