November 13th, 2019
nun denn, ich bin alt, in die Jahre gekommen und habe gelernt,gelernt von dir und mir.
Du als Gegenüber, vielleicht eine Frau mit festen Brüsten, mit der Ergänzung zum wir.
Du geboren um Leben zu geben, ich hielt mich zurück, wollte nicht sehen
deinen fruchtbaren Leib, wollte sein ein Wanderer, ein Sucher der Gestalt, ein Maler
welcher gräbt Figuren in Sand und du lässt Tränen laufen in gemalte Spuren.
Nun denn, das Leben hat uns geformt, geeint, und manchmal vereint um zu entzweien,
um zu schaffen den Sporn, den Stachel der uns weiter treibt.
Nicht Hausmann oder -Weib nicht Spießer in einer spießigen Welt.
Ich mal, mal Figuren in den zerfließenen Sand und ring um Form um Namen die es nicht gibt.
Du mein Gegenüber, bist du Frau bist du Mann , ich will dich spüren berühren und lassen,
lassen allein, ich ein Wanderer zwischen den Zeilen zum Verweilen für kurze Zeit.
Weißt du noch um Zeit, um sitzen beim Feuer, der nächtlichen Glut, wo wir entkleidet
schufen den zerbrechlich Bund.
Luden ein, luden zum Schwur, der zerbrach, da Glut erlöschte und Körper sich kühlten ab.
Nun denn, der Zug unser Zug er fährt weiter ins nirgendwo, dort wo Geister ruhn,
wo Ahnen uns raunen zu, komm, komm mit mir, fahr mit mir
und las zurück Gedanken und irdisch Glück,
kommt kommt zu mir zu dir und tanz vereint den Reigen,
den Irrsinn und Wirrsinn der Vergänglichkeit.
Warte nicht, Zeit nicht unser,
sie steht für Gestern
nun denn.
d.B.